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Überblick › 9. Juni 2017

Dr. Roy Kühne MdB (2. v. l.) im Kreise des BIV-OT-Vorstandes: (v. l.) Klaus-Jürgen Lotz, Alf Reuter, Matthias Bauche und Olaf Kelz.

Parlamentarischer Abend der Gesundheitshandwerke 2017

Am 31. Mai fand in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin der Parlamentarische Abend der Gesundheitshandwerke statt. Das Spitzentreffen diente bereits zum vierten Mal als Austauschort der wesentlichen Akteure aus Politik und Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. In diesem Jahr konnte der Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe, als Ehrengast der Veranstaltung begrüßt werden.

Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik war mit Präsident Klaus-Jürgen Lotz, Vizepräsident Alf Reuter, den beiden Vorstandsmitglieder Olaf Kelz und Matthias Bauche sowie Geschäftsführer Norbert Stein in der Bundeshauptstadt vertreten.

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, betonte in seiner Rede die Bedeutung der Gesundheitshandwerke im Versorgungsgeschehen und als Wirtschaftsfaktor. Gesundheitsminister Gröhe ließ sogar verlautbaren: „Die Gesundheitshandwerke leisten Herausragendes!“ Um dies auch in der Zukunft zu gewährleisten, brauche es jedoch verlässliche Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung habe hierbei mit ihrem klaren Bekenntnis zum Meister und dem dualen Ausbildungssystem dem Deutschen Handwerk den Rücken gegenüber falschen Deregulierungsbestrebungen der EU gestärkt.

Die Vertreter des Ehrenamts der Gesundheitshandwerke bedankten sich beim Gesundheitsminister für die vielen wichtigen Regelungen, die hinsichtlich der Verbesserung der Versorgungsqualität und Rechtssicherheit in dieser Legislaturperiode verabschiedet wurden. Sie nutzten die Gelegenheit aber auch, um ihre Anliegen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens für die kommende Bundesregierung zu formulieren, wie sie im jüngst vorgestellten Positionspapier 2017 zu finden sind.

Fairer Vertragswettbewerb stehe dabei an oberster Stelle. Die Marktmacht einzelner Krankenkassen werde mitunter zu Lasten der kleinen und mittleren Unternehmen im Gesundheitswesen ausgenutzt. Auch die Informationsparität und Beteiligung der Gesundheitshandwerke in der gemeinsamen Selbstverwaltung müsse sich verbessern. Wenn wesentliche Elemente des Leistungsrechts, wie etwa das Hilfsmittelverzeichnis oder die Festlegung von Festbeträgen/Festzuschüssen, angepasst werden, müssen die Vertreter der Gesundheitshandwerke echte Mitbestimmungsrechte erhalten. Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens, insbesondere der elektronischen Gesundheitskarte, bleibe man derzeit weit hinter den Möglichkeiten zurück. Unter anderem auch deshalb, weil nicht-ärztliche Leistungserbringer wie die Gesundheitshandwerke in den derzeitigen Strukturen nicht vorgesehen seien.

Diese und weitere Themen wurden in intensiven wie entspannten Gesprächen im Verlauf des Abends aufgegriffen und diskutiert. Erst zu später Stunde fand der Parlamentarische Abend sein Ende.

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