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Kurt Pohlig

Zur OTWorld 2018 ehrte der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) Kurt Pohlig mit der Heine-Hessing-Medaille.

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Kurt Pohlig bei der Verleihung der Heine-Hessing-Medaille 2018 in Leipzig. Foto: Rainer Justen

1945 im oberbayerischen Traunstein geboren wuchs Kurt Pohlig in einer Orthopädie-Technik-Familie auf. Sein Großvater, Chirurgie-Mechaniker-Meister Otto Pohlig, hatte 1920 gemeinsam mit seiner Frau Helene einen Betrieb für die Herstellung von Instrumenten für die Untersuchung und Behandlung von Patienten gegründet. Ein Jahr später erweiterte das Ehepaar die Firma um ein Sanitäts- und Miederwarengeschäft mit angeschlossener Orthopädiewerkstatt. Noch unter der Leitung des Firmengründers fand der Neustart des Betriebes nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg mit seinen Söhnen Kurt und Otto ebenfalls in Traunstein statt. Nach dem Tod von Kurt Pohlig senior 1956 übernahm seine Frau Amalie Pohlig die alleinige Geschäftsleitung, ab 1969 unterstützte sie ihr Sohn Kurt, seit 1967 Orthopädie-Mechaniker-Meister, als Mitgesellschafter. Dieser leitete ab 1981, zusammen mit seiner Frau Sieglinde, die Geschicke der Firma. Seit 2013 begleitet Kurt Pohlig die Firma als Aufsichtsratsvorsitzender.

In den vergangenen knapp vier Jahrzehnten setzte der Orthopädie-Mechaniker-Meister stark auf die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Kliniken und Herstellern. Sowohl in Kooperation mit den Partnern als auch im eigenen Betrieb entwickelten Kurt Pohlig und seine Mitarbeiter zahlreiche patentierte Verfahren für die Hilfsmittelversorgung von Erwachsenen und Kindern. Parallel zum wachsenden Ruf der Firma expandierte das Unternehmen. Bei der Übernahme der Geschäftsleitung durch Kurt Pohlig beschäftigte die Firma in Traunstein 25 Mitarbeiter, heute sind ca. 600 Mitarbeiter an acht Standorten bundesweit für die Pohlig GmbH tätig. Seit dem 7. Januar 2018 hält die Firma Ottobock 100 Prozent der Anteile.

Anlässlich der Verleihung der Heine-Hessing-Medaille bezeichnete Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT), das Traditionsunternehmen Pohlig Orthopädie-Technik als „Leitschiff der Technischen Orthopädie“. Pohlig habe sich als Orthopädie-Techniker-Meister und Unternehmer sein ganzes Leben lang „als Leitwolf“ dafür eingesetzt, „das Schiff zu lenken“. Sein hoher Qualitätsanspruch sei schon in einem frühen Werbeslogan der Firma – „Pohlig – etwas mehr als das Übliche“ – sichtbar geworden. Darüber hinaus habe er sich mit eigenen Patenten und darauf basierenden innovativen Verfahren in Expertenkreisen einen Namen gemacht. Dazu gehören zum Beispiel die CAD/CAM-Modelltechnik nach Kurt Pohlig oder das TR-Ringorthesen-Konzept. Berufspoltisch engagierte sich Kurt Pohlig von 1981 an 17 Jahre lang stark im BIV-OT, von 1992 bis 1998 als Vizepräsident des BIV-OT.

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