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René Baumgartner

Prof. Dr. med. René Baumgartner (1930 - 2018), em. Direktor der Klinik und Poliklinik für Technische Orthopädie und Rehabilitation der Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wurde in Grenchen in der Schweiz geboren. Gleich im Anschluss an sein Abitur 1949 nahm René Baumgartner sein Medizinstudium an der Universität Lausanne auf, welches er 1956 nach Stationen in Bern, Basel und Wien mit der Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel abschloss.

Prof. Dr. med. René Baumgartner baute Brücken zwischen Medizin und Handwerk. Foto: privat

Früh zeigte sich sein Interesse an internationalem Erfahrungsaustausch. So führte ihn seine Tätigkeit als Assistenzarzt noch im Jahr seiner Promotion an das Stamford Hospital in die USA, im Jahr darauf als Schiffsarzt auf Schiffe unter schwedischer Flagge und anschließend an das Kantonspital in Aarau (Schweiz). Ab 1958 wandte er sich seinen späteren Fachgebieten Chirurgie und Orthopädie zu, arbeitete zunächst in der orthopädischen Abteilung des Universitäts-Kinderspitals in Basel und ab 1962 an der Chirurgischen Universitätsklinik – ebenfalls in Basel.

Von 1964-66 wechselte René Baumgartner an die orthopädische Universitätsklinik Balgrist in Zürich. In diese Zeit fällt auch der Abschluss seiner Ausbildung zum Spezialarzt der „Foederatio Medicorum Helveticorum“ (FMH) Chirurgie und Orthopädie (1966). Nach vier Jahren als Oberarzt an der Klinik für Orthopädie-Traumatologie des Kantonspitals in Genf zog es den Mediziner 1970 zurück nach Zürich an die Universitätsklinik Balgrist. An der Universität Zürich legte er 1972 auch seine Habilitation für das Gebiet der Orthopädie unter dem Titel „Beinamputation und Prothesenversorgung bei arteriellen Durchblutungsstörungen“ ab. Hervorragende Voraussetzungen für seine Tätigkeit als Leitender Arzt der orthopädischen Universitätsklinik Balgrist, die er dreizehn Jahre von 1972 bis 1985 ausübte. Weitere elf Jahre, 1985-1996, leitete er als Klinikdirektor die Klinik für Technische Orthopädie und Rehabilitation der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Auch nach seiner Emiritierung 1996 und Rückkehr nach Zürich veröffentlichte Prof. Baumgartner weiterhin wissenschaftliche Arbeiten und unterstützte mit Gastprofessuren etwa im Sudan und Tansania den internationalen Wissensaustausch. Mehr als 360 wissenschaftliche Arbeiten gehen auf sein Konto.

Als Gründungs- (1970) und Vorstandsmitglied (1984-1989) der Internationalen Gesellschaft für Prothetik und Orthetik (ISPO) sowie als Mitglied zahlreicher weiterer Berufsverbände trug Prof. Baumgartner jahrzehntelang maßgeblich zum internationalen wie interprofessionellen Wissenstransfer bei. Dafür zeichnete ihn der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) 2014 mit der Heine-Hessing-Medaille aus.

René Baumgartner verstarb 2018 im Alter von 88 Jahren in seinem Heimatort Zumikon.

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