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Wolfgang Bechthold

Dr. med. Wolfgang Bechthold (1922-1986) setzte sich bereits während seines Medizinstudiums im Nachkriegsdeutschland für den Informationsaustausch unter den angehenden Medizinern ein. 1947 war er der Vorsitzende der medizinischen Fachschaften aller drei westlichen Besatzungszonen und gehörte damit zum Organisationsteam der „Interzonalen Medizinertagung“, die am 12. und 13. Juni 1947 in Marburg stattfand.

Dem Tagungsort verdankt der „Marburger Bund“ seinen Namen. Denn anlässlich der Tagung wurde der Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. gegründet. Wolfgang Bechthold zählte zu den studentischen Gründungsmitgliedern des Verbandes, dessen Arbeit er über Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen unterstützte: von 1961 bis 1979 als Beisitzer im Bundesvorstand und von 1961 bis 1973 als erster Vorsitzender des Landesverbandes Hessen, der ihn 1977 zum Ehrenvorsitzenden ernannte. 1979 folgte die Ernennung zum Ehrenmitglied des Bundesverbandes des Marburger Bundes.

Wolfgang Bechthold engagierte sich ebenfalls für die internationale Zusammenarbeit von Ärzten. So unterstützte er die Gründung der „Europäischen Vereinigung der angestellten und beamteten Ärzte“ (heute die „Fédération Européenne des Médecins Salariés“ - FEMS) und wurde auf der konstituierenden Versammlung 1965 in Turin zum Vizepräsidenten sowie 1969 zum Präsidenten des Verbandes gewählt.

Mit der Heine-Hessing-Medaille würdigte der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik 1982 Bechtholds Einsatz für das Handwerk. Spätestens seit seiner Ernennung zum Chefarzt der Orthopädischen Klinik, Leitender Arzt der Zentralen Physikalischen Therapieabteilung und Leiter der Lehranstalten für Krankengymnastik, Beschäftigungstherapie und Massage in Frankfurt am Main im Jahr 1965 arbeitete Dr. Bechthold auch im Berufsalltag eng mit dem Handwerk zusammen. Der Mediziner trug maßgeblich zum Aufbau der Meisterprüfungskommission im Lande Hessen bei, deren Vorsitz er 1961 bis 1977 innehatte. Außerdem gehörte er zu den Mitinitiatoren für die Anerkennung des staatlich geprüften Technikers für Orthopädie-Technik und erreichte durch seinen Einsatz, dass vom hessischen Ministerium die Prüfung an der damals noch in Frankfurt am Main ansässigen Bundesfachschule für Orthopädie-Technik durchgeführt wurde.

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