Presseticker

Überblick › 11. Mai 2022

OTWorld 2022: Heinrich Heß und Klaus-Jürgen Lotz für ihr Lebenswerk mit René-Baumgartner-Preis der DGIHV ausgezeichnet

Anlässlich der Eröffnung von Weltleitmesse und Weltkongress OTWorld am 10. Mai 2022 in Leipzig zeichnete die Deutschen Gesellschaft für Interprofessionelle Hilfsmittelversorgung (DGIHV) den Sportmediziner Prof. Dr. Heinrich Heß sowie den Orthopädietechnik-Meister Klaus-Jürgen Lotz für ihre herausragenden Verdienste im Bereich der Hilfsmittelversorgung mit dem René-Baumgartner-Preis aus.

Welten verbinden – für dieses Motto der diesmaligen OTWorld steht René Baumgartner in der Welt der Technischen Orthopädie. Der 1930 in der Schweiz geborene und 2018 verstorbene Mediziner gilt als der Brückenbauer in der Orthopädie und Orthopädie-Technik. Nach ihm wurde der Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Hilfsmittelversorgung (DGIHV) benannt, der im Rahmen der OTWorld-Eröffnung erstmals vergeben wurde. In ihrer Rede anlässlich der Ehrenpreispremiere bedankte sich Colette Baumgartner bei der DGIHV, dass der Ehrenpreis des Verbandes den Namen ihres Vaters trägt. „Ich bin sicher, dass er heute von oben zuguckt und sich riesig darüber freut“, erzählte sie. „Sein Herzenswunsch, alle orthopädischen Fachkräfte zu vereinen, war seine Vision, die auch nach seinem Tod unbedingt weiterleben muss und sicher auch wird.“

Im Beisein seiner Töchter Colette und Denise Baumgartner ehrte die DGIHV Klaus-Jürgen Lotz, Ehrenpräsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik, sowie Prof. Dr. med. Heinrich Heß, der Sportmediziner war von 1974 bis 1996 Arzt der deutschen Fußballnationalmannschaft, für ihre herausragenden Leistungen in der technischen und medizinischen Orthopädie mit dem René-Baumgartner-Preis. Unter dem Applaus der 600 Gäste überreichten die Laudatoren Prof. Wolfram Mittelmeier von der Uniklinik Rostock und Vorsitzender der DGIHV sowie der Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT), Alf Reuter, die Ehrenpreise.

„Beide Persönlichkeiten haben sich in herausragender Weise für die Entwicklung der interdisziplinären Kooperation von Herstellern, Orthopädietechnikern und Medizinern eingesetzt – in der Praxis und in der öffentlichen Darstellung“, begründete die DGIHV die Wahl der ersten beiden Ehrenpreisträger in der Geschichte des Verbandes.

Als leitender Sportarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft von 1974 bis 1996 hat Prof. Dr. Heinrich Heß in beispielhafter Weise die praktische Anwendung von Hilfsmitteln für den Leistungssport in der Öffentlichkeit gezeigt, wie Prof. Wolfram Mittelmeier, Direktor der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Rostock und Erster Vorsitzender der DGIHV, in seiner Laudatio bei der Übergabe des Ehrenpreises betonte: „Zudem führte Prof. Heinrich Heß die notwendige hohe Präsenz des sportorthopädischen Spezialisten im Leistungssport einschließlich einer frühen posttraumatischen Hilfsmittelversorgung sehr erfolgreich ein.“

Alf Reuter, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) und Vorstandsmitglied der DGIHV unterstrich in seiner Laudatio für den Ehrenpräsidenten des BIV-OT Klaus-Jürgen Lotz, dessen außerordentliche Verdienste um interprofessionelle Zusammenarbeit: „Mit der Gründung des Fachbeirates Technische Orthopädie hat Klaus-Jürgen Lotz weitsichtig den Grundstein für die DGIHV gelegt. Er initiierte den „Tag der Technischen Orthopädie“ auf der Jahrestagung der VSOU in Baden-Baden und auf der Berliner DKOU. Die Jugend.Akademie TO führt Nachwuchs aus OT, OST, Physiotherapie und Ärzteschaft zusammen. Er lebt Interprofessionalität.“

OTWorld 2022: Weltweite Hilfsmittelversorgung im Blick

Die weltweite Branche für moderne Hilfsmittelversorgung trifft sich noch bis zum 13. Mai in der Messestadt Leipzig endlich wieder persönlich zum fachlichen Austausch. 440 Aussteller aus 36 Ländern zeigen auf dem global führenden Branchentreff ihre Innovationen. Von Hightech-Prothetik und -Orthetik bis 3D-Druck und digitalen Assistenzsystemen wird die gesamte Bandbreite an Produkten und Versorgungskonzepten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gezeigt. Im Weltkongress werden 300 internationale Referenten an vier Tagen über ein breit gefächertes Themenspektrum referieren. Während der Pandemiezeit entwickelte digitale Elemente verstärken die Strahlkraft der Weltleitmesse und des Weltkongresses.