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Überblick › 14. August 2026

Neue Wege gehen: Tag der Technischen Orthopädie beim DKOU 2026 setzt Impulse für die Versorgung

Wie kann orthopädietechnische Versorgung auch unter außergewöhnlichen Bedingungen wie Krisen, Katastrophen und Krieg zuverlässig gelingen? Welche Impulse liefern internationale Zusammenarbeit, moderne Messtechnik und digitale Innovationen für die Versorgung? Antworten auf diese Fragen gibt der Tag der Technischen Orthopädie (TTO) am 22. Oktober 2026 im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin. Veranstaltet wird der TTO vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) in Kooperation mit der Vereinigung Technische Orthopädie (VTO) und der Fortbildungsinitiative 93.

„Das breite Themenspektrum des TTO zeigt, wie wichtig die interprofessionelle Zusammenarbeit ist, um neue Wege in der Technischen Orthopädie zu gehen“, erklärt Prof. Dr. Frank Braatz, Vorstandsvorsitzender der VTO. „Ob internationale Kooperationen, interdisziplinärer Austausch oder neue technologische Möglichkeiten – nur wenn wir Wissen und Erfahrungen zusammenführen, können wir die Versorgung der Patienten nachhaltig verbessern.“

Versorgung sichern – auch unter außergewöhnlichen Bedingungen

Den Auftakt bildet die Sitzung „Die 3Ks – Versorgung sichern in Krise, Katastrophe und Krieg“ unter dem Vorsitz von BIV-OT-Präsident Alf Reuter (Dortmund) und Prof. Dr. Frank Braatz (Göttingen). Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung auf Krisenszenarien und die Rehabilitation nach schweren Verletzungen. Zudem geht es um die Anforderungen an Strukturen, Materialien und Qualifikationen für eine zuverlässige Hilfsmittelversorgung unter außergewöhnlichen Bedingungen. Referenten aus Kyjiw berichten dabei über ihre Erfahrungen aus der Versorgungspraxis mit stark verkürzten Amputationsstümpfen.

International voneinander lernen

Wie internationale Zusammenarbeit den fachlichen Austausch stärkt, zeigt die zweite Sitzung zum Travel Fellowship der Initiative 93. Unter der Leitung von Dr. Jennifer Ernst (Hannover) und Dipl.-Ing. Merkur Alimusaj (Heidelberg) berichten ehemalige Fellows von ihren Erfahrungen in den USA und ordnen ein, welche Impulse internationale Hospitationen für Chirurgie, Prothetik und Orthetik geben können.

Objektive Daten für bessere Versorgung

Den Abschluss bildet die Sitzung „Messen statt Schätzen – instrumentierte Orthopädietechnik zwischen Klinik, Werkstatt und Alltag“ in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorung e. V. (DGIHV) und der ISPO Deutschland e. V. Unter dem Vorsitz von Dr. Stefan Middeldorf (Bad Staffelstein) und Dipl.-OTM Michael Schäfer (Traunstein) sind die Themen unter anderem Bewegungsanalyse, Druckmessung, Thermografie sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und standardisierten Daten. Die Referenten zeigen, wie objektive Messverfahren klinische Entscheidungen unterstützen und individuelle Hilfsmittelversorgungen künftig noch präziser gestalten können.

Mit seinen drei Themenschwerpunkten zeigt der TTO die Bandbreite aktueller Fragestellungen in der Technischen Orthopädie. Wissenschaftliche Erkenntnisse, praxisnahe Versorgungskonzepte und der interprofessionelle Austausch machen die Veranstaltung zu einem wichtigen Forum für Fachleute aus Medizin, Orthopädie-Technik, Wissenschaft und Therapie.

Das vollständige Programm des TTO finden Sie auf der Website des BIV-OT.

 

Bildunterschrift:

Vertreter der Technischen Orthopädie im Austausch mit den Kongresspräsidenten des DKOU zum Tag der Technischen Orthopädie (v.l.n.r.): Univ-Prof. Dr. Ulrich Stöckle (DGOU), Prof. Dr. Frank Braatz (VTO), Georg Blome (BIV-OT), Dr. Hartmut Stinus, Michael Schäfer (ISPO Deutschland), Stefan Middeldorf (DKOU), Prof. Dr. Christoph H. Lohmann (DKOU), Tino Sprekelmeyer (ISPO Deutschland), Alf Reuter (BIV-OT). Foto: Intercongress/T. Tanzyna. 

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